Von gefräßigen Kühlschränken

Normalerweise sind wir es, die gefräßig und mit großen Augen vor ihm stehen und schauen, was er so zu bieten hat. Doch oftmals ist der Kühlschrank selbst ebenfalls ein sehr hungriger Zeitgenosse. Dabei hat er es weniger auf unseren Käse abgesehen, als auf den Strom. Denn so manches Küchengerät ist ein echter Stromfresser. Und auch wenn man bei der Anschaffung ein bisschen tiefer ins Portemonnaie greifen muss, der erst einmal etwas höhere Preis rechnet sich schon nach kurzer Zeit.

Eigentlich gilt es natürlich als sparsam, wenn man Dinge so lange nutzt, wie sie ihren Dienst machen. So lange der Kühlschrank also noch funktioniert, bleibt er auch im Haus und wird verwendet. Allerdings stimmt das nur bedingt, denn so manches Mal lohnt sich die Neuanschaffung eines Gerätes auch früher, wenn es sich bei dem alten um einen wahren Stromfresser handelt. Wenn der Kühlschrank also bereits einige Jahre auf dem Buckel hat und einer eher schlechten Energieklasse angehört, rechnet sich auch der verfrühte Neukauf häufig recht schnell, sowohl für das Sparschwein, wie natürlich auch für die Umwelt.

Energieverbrauchskennzeichnung

Die Kennzeichnung der Energieverbrauchsstufe ist bei elektronischen Großgeräten Pflicht. Auf diese Weise soll dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, einzuschätzen, wie viel Energie für dieses Gerät aus der Steckdose fließen muss und somit auch, wie umweltfreundlich das jeweilige Gerät ist, beziehungsweise wie hoch die zu erwartenden Stromkosten sein werden. Die Energieeffizienzklassen gliedern sich dabei von G bis A+++ auf. G entspricht dabei einem überaus hohen Energieverbrauch, die A-Klassen einem eher niedrigen. Bis 2003 stand das A für die sparsamste aller Stufen, jedoch haben sich die Geräte in den vergangenen Jahren so weiterentwickelt, dass auch eine Weiterentwicklung des Stufensystems notwendig war. Somit wurden dann die zusätzlichen A-Stufen eingeführt. Eine häufige Kritik an dem System lautet jedoch, dass es dem ständigen Fortgang der Modernisierungen nicht gerecht wird und man daher Geräte besser kennzeichnen sollte, indem man die Verhältnisse berücksichtigt. So wäre es auch denkbar, dass jährlich unter allen Geräten die besten 25 Prozent ausgezeichnet würden, um auch den Wettbewerb anzukurbeln.

Welche Energieeffizienzklasse sollte ich wählen?

Bei Kühlschränken gilt inzwischen, dass die A-Klasse dem Durchschnitt entspricht. Auch wenn diese Kennzeichnung einmal die höchste verfügbare war, ist sie heute, im Rahmen des technologischen Fortschritts, in ihrer Bedeutung abgesunken und gilt eher als Untergrenze. Einen Kühlschrank, der eine niedrigere Stufe hat, sollte in keiner Küche mehr als Neuling stehen. Eine der A+-Klassen ist also auf jeden Fall zu empfehlen und auch hier sind die Unterschiede noch deutlich. So verbraucht ein A+-Gerät nur etwa drei Viertel der Energie, die ein normales A-Gerät benötigt und ein A++-Kühlschrank sogar nur die Hälfte.

Kleine Mehrinvestitionen in der Kaufphase lohnen sich also eindeutig.

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Leser Kommentare

  1. sparen im haushalt meint:

    Sehr guter Bericht mit dem Kühlschränke!
    Vor allem bei ältere Geräte sollte man schon austauschen wenn die die 10-15 jahre alt sind.
    Weiter so… :-)

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