Wird App-gesteuerte Haustechnik zum Datenschutz-Alptraum?

Google kauft sich gerade die Firma Nest Labs für mehrere Millarden-Dollar. Ein „smarter Deal“, oder? Dazu sollte man nämlich drei Dinge über die smarten Nest-Produkte (Thermostate/Rauchmelder) wissen:

Erstens war der Gründer von Nest Labs früher bei Apple beschäftigt und maßgeblich für das Design vom iPod und dem ersten iPhone verantwortlich. Gutes Personal kauft Google ja bekanntermaßen gerne mit ein.

Zweitens lassen sich die Haushaltstechnikprodukte von Nest Labs per Smartphone-App steuern. Eine App für Googls mobiles Betriebssystem Android ist praktischerweise auch schon vorhanden.

Drittens sind die Produkte in Amerika schon in einigen Millionen Haushalten im Einsatz und sammeln fleißig Daten. Diese werden zwar nicht weitergeben, allerdings ist fraglich, ob Google dabei bleibt. Denn Informationen zum Verhalten seiner Kunden hilft Google beim Geldverdienen. Dabei sind sicherlich die Android-Nutzer demnächst noch spannender, um mit den Daten über Werbung richtig Umsatz zu generieren.

So funktionieren die Thermostate von Nest Labs

Es wird gespeichert, wann ein Bewohner die Temperatur nach oben oder nach unten regelt. Durch integrierte Sensoren für die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Helligkeit und sogar Aktivitäten weiß das Nest-Thermostat, wann jemand zu Hause ist, bzw. genauer gesagt, in welchem Raum einer Wohnung oder eines Hauses dieser sich gerade aufhält.

Googles Visionen

Das passt perfekt in Googles Zukunftspläne und Marktvisionen. Auf der Entwicklerkonferenz I/O im Jahr 2011 teilte Google mit, Android für Haushalts- und Gartentechnik zu öffnen. Die Vision einer total vernetzen Welt kommt Google damit ziemlich nahe, zumindest theoretisch. Derzeit sind die Nest-Produkte nicht für den deutschen bzw. europäischen Markt vorgesehen. Aber auch das könnte sich schnell ändern. Kapital für derartige Pläne dürfte der Weltkonzern wohl locker haben.

„Dann laufen bestimmt die Datenschützer Amok“. In Anbetracht von NSA und anderen Datenschutz(ver)brechern dürften sich die Nutzer von smarter Haustechnik nicht wirklich freuen:

Je einfacher und bequem wir es uns zukünftig machen, umso schwieriger wird die eigene Privatsphäre!

Um sich in seinen eigenen vier Wänden wohl zu fühlen, sind natürlich schöne Möbel, Beleuchtung, Musik, TV, Heizung, Jalousien und Accessoires ebenso wichtig, wie intelligente und praktische Steuerungen von Licht und Wärme. Per App auf dem Tablet oder Smartphone lassen sich schon einige Produkte diverser Hersteller smart steuern. Ganze Häuser sind so teilweise schon vernetzt und sogar ohne Haustürschlüssel zu betreten. Namhafte Energieunternehmen und Bauträger treiben u.a. diese Entwicklungen mit voran.

Datenschutz ernst nehmen

Damit wird das Thema Datenschutz hoffentlich bald von Politikern ernster genommen. Es geht schon lange nicht mehr nur um über sicheres Surfen im Internet, sondern um die moderne smarte Welt von morgen, die teilweise heute schon gelebt werden kann. Wie sicher es derzeit ist, diese Techniken einzusetzen, bleibt also fraglich. So oder so sollten Sie sich Gedanken um Ihre Daten machen. Gehen Sie sorgfältig mit privaten und persönlichen Informationen um.

PS: Übrigens gibt es schöne automatische, also programmierbare Thermostate auch von anderen Firmen, die auf App-Steuerungen verzichten oder Modelle ohne diese Funktionen anbieten, wie das Modell homexpert by Honeywell, auch auf diesem Foto im eingebauten Zustand zu sehen. Die Montage und Einstellung geht einfach und schnell. Zudem lassen sich Heizkosen sparen!

Homexpert  Rondostat Style Heizungsregler

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