Früher Arbeitskleidung, heute Mode für jeden Tag

Heute ist die Jeans ein beliebtes Kleidungsstück im Alltag. Man kann sie längst nicht mehr nur in der Freizeit tragen, sondern auch im Büro hat sie sich längst durchgesetzt. Warum sie so beliebt ist, wird schnell klar, denn sie ist robust, bequem und sieht gut aus. Als die Hose jedoch entwickelt wurde, konnte niemand ahnen, welche Erfolgsgeschichte folgen würde. Denn eigentlich war die Jeans am Anfang eine eher schmucklose Arbeitshose.

Inzwischen gibt es unzählige Marken, die sich auf die Produktion der trendigen Kleidungsstücke spezialisiert haben. Viele begannen in diesem Segment und expandierten dann weiter, stellen heute Kleidung aller Art her, tragen das Attribut Jeans aber weiterhin im Namen, wie es zum Beispiel bei Pepe Jeans der Fall ist. Die Erfindung der Jeans lässt sich aber keiner Firma, sondern vielmehr einer Einzelperson zuschreiben.

Als Arbeitshose konzipiert

Levi Strauss, ein deutschstämmiger Kurz- und Stoffhändler, ist dafür verantwortlich, dass wir heute auf eines der vielseitigsten Kleidungsstücke überhaupt zurückgreifen können. Die Jeans ist zur casual uniform geworden. Im privaten Bereich ist sie, abgesehen von festlichen Anlässen, immer tragbar. Auch in vielen Berufen ist es inzwischen kein Problem mehr, diese Hose zu tragen. Am Anfang waren die Jeans aber vor allem beliebt, weil sie besonders haltbar und robust waren. Strauss begann in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts damit Hosen aus Hanf herzustellen, die er an die Arbeiter während des kalifornischen Goldrausches verkauft. Schnell erfreuten sich die Kleidungsstücke großer Beliebtheit, allerdings rissen sie immer wieder unter der hohen Belastung. Der Schneider Jacob Davis kam auf die Idee, die neuralgischen Punkte mit Nieten zu verstärken. Da er kein Geld hatte, sich dies patentieren zu lassen, wandte er sich an Strauss und die beiden arbeiteten fortan zusammen. Der Hanfstoff wurde schnell durch das belastbarere Denim ersetzt und die Hosen entwickelten sich zum absoluten Verkaufsschlager, der sich zudem im Vergleich zu seinem Vorgänger als extrem langlebig erwies.

Symbol der Rebellion

Mit der Zeit wandelten sich die Jeans von der Arbeitskleidung hin zu einem Symbol des Protests. Ab den fünfziger Jahren wurden Jeans getragen, um gegen das als spießig empfundene Bürgertum zu rebellieren. Statt Stoffhosen mit Bügelfalte trug die Jugend nun Jeans. Zur Zeit des Wirtschaftswunders kam dieser Trend durch amerikanische Soldaten auch in die Bundesrepublik und konnte sich vor allem bei Jugendlichen etablieren. Natürlich wandelten sich die Schnitte immer wieder und neue Formen entstanden. Spätestens ab den achtziger Jahren waren die Jeans salonfähig und konnten zumindest in der Freizeit genutzt werden, ohne dass der Träger als Rebell galt. Inzwischen ist die Jeans weit mehr als nur Freizeitkleidung, sie ist gesellschaftlich akzeptiert und bei fast jedem Anlass angemessen.


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