Ein Faltrad als Alternative zum klassischem Fahrrad

Fahrradfahren ist in Deutschland sehr beliebt und erfreut sich sogar wachsender Begeisterung. Während BMX- und MTB-Fahrräder eher für Fitness und sehr sportliche Aktivitäten ausgelegt sind, sind klassische Fahrräder eher das Verkehrsmittel für den Sommer als Alternative zum Auto. Natürlich wird auch zum reinen Freizeitvergnügen viel Fahrrad gefahren. Insbesondere die E-Bikes, also Fahrräder mit Elektroantrieb, können aufgrund der Reichweite und der geringen Kraftanstrengung sowohl für ältere Menschen auch auch für berufstätige Personen sehr interessant sein. Bei den heutigen Kosten für das Autofahren und den stark gestiegenen Diesel- und Benzinpreisen werden sicherlich dieses Jahr noch mehr Menschen zum Fahrrad greifen. Das so eingesparte Geld für Sprit kann man in den Kauf eines neuen Fahrrads investieren, dann macht das Radfahren noch mehr Spaß.

Falträder für verschiedene Einsatzzwecke

Man muss aber auch nicht das Auto ganz stehen lassen und sich gleich ein Elektrofahrrad kaufen. Ein gesunder Kompromiss kann nämlich ein Faltrad sein. Umgänglich wird es oft auch Klapprad genannt, der richtige Fachbegriff ist jedoch wirklich Faltrad oder Faltfahrrad. Und in der Tat kann so ein Fahrrad zum schnellen Zusammenfalten eine Alternative zum normalen Fahrrad sein, oder geschickt mit Bus, Straßenbahn, Zug oder dem eigenen Auto kombiniert werden. Da spart man sich den Fahrradträger einerseits, und anderseits bleibt das Rad so sauber und optimal gegen Diebstahl geschützt im Wagen. Man kann es quasi immer dabei haben. Dabei lassen sich vor allen die 16, 18 und 20 Zoll Falträder besonders gut und leicht im Gepäckraum eines PKW verstauen. Aber es gibt auch Falträder mit 24 oder 26 Zoll großen Rädern. Ebenso kann man ein Faltrad mit Federung oder Elektroantrieb kaufen.

Je nach Einsatzzweck sollte man sich überlegen, ob das Rad mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger verkehrssicher und praktisch ausgestattet sein soll, oder ob das Gewicht und die Größe so gering wie möglich sein sollen. Dabei sind auch die Faltfahrräder mit Licht oft streng genommen nicht für den Straßenverkehr zugelassen, da die hintere Beleuchtung nicht über einen Nabendynamo wie am Vorderrad, sondern nur mit Batterien betrieben sind. Das liegt daran, dass das Fahrrad in der Mitte des Rahmens gefaltet wird, wo sowieso schon die Kabel für Bremsen und Schaltung herlaufen.

Welche Schaltungen gibt es bei Faltfahrrädern?

Die Schaltungen die zum Einsatz kommen sind sehr unterschiedlich:

  • ohne Schaltung
  • beispielsweise mit 3, 5, 7, oder 8-Gang Nabenschaltung
  • herkömmliche Kettenschaltung mit vielen Gängen

Neben einer Kette kommt manchmal auch ein Riemen- oder ein Kardanantrieb zum Einsatz. Bei Nabenschaltungen gibt es die Varianten mit und ohne Rücktritt, also mit Freilauf. Zumindest bei Nabenschaltungen mit mehr als 7 Gängen sind unterschiedliche Schaltungen im Angebot der Fahrradhändler bzw. Fahrrad-Onlineshops. Ein Faltrad kann man auch durchaus online kaufen. Meistens werden diese Räder schon geprüft und vormontiert versendet. Man kann also auch ohne einen Fachmann bzw. Zweiradmechaniker das Rad innerhalb weniger Minuten selbst auspacken und entfalten. Häufig müssen kaum noch Schrauben und Muttern nachgezogen oder eingestellt werden. Nabenschaltungen müssen normalerweise selten gewartet werden als Kettenschaltungen. Außerdem verbrauchen sie weniger Platz und Gewicht, und man kann sich nicht so leicht daran die Hose mit Kettenöl verschmieren. Wer sein Faltrad häufig auf- und zuklappt, der wird sich eher für eine Nabenschaltung entscheiden.

Wie groß und wie schwer ist ein Faltrad?

Die meisten 20“-Falträder mit Licht, Schutzblechen, Nabenschaltung und Gepäckträger haben gefaltet etwa die Maße 65 cm x 35 cm x 80cm (+- 5 cm) und passen damit leicht in viele Kofferräume. Je nach Typ, Rahmenmaterial, Größe, Hersteller und Ausstattung liegen die Gewichte von Falträdern meistens zwischen 10 und 18 kg. Alu-Falträder mit 20 Zoll Reifen wiegen meistens um die 14 kg und sind somit recht handlich.

Hier sehen Sie Fotos eines Faltrads in der Größe 20 Zoll vom Marktführer Dahon, und wie vom Prinzip her der Faltmechanismus funktioniert:

Dahon Faltrad 20 Zoll im aufgebauten ZustandDahon Faltrad 20 Zoll im Zustand vor dem Falten des Rahmens

Dahon Faltrad 20 Zoll im zusammengefaltem Zustand (die Pedale könnten auch noch herangeklappt werden)

Die Pedale könnten im letzten Schritt noch herangeklappt werden.

Was sollte man beim Kauf ein Faltrads noch beachten?

Auf jeden Fall sollte es möglichst verkehrssicher sein, also auf jeden Fall zwei Bremsen haben. Denken Sie daran, dass das Rad vom Gewicht recht leicht und vom Faltmechanismus einfach zu bedienen sein sollte, wenn Sie es regelmäßig tragen oder zusammenfalten müssen. Gute Falträder kann man innerhalb einer halben Minute und mit viel Übung noch schneller perfekt falten. Der Hesteller Dahon gibt bei seinen Falträdern eine Faltzeit von nur 15 Sekunden an. Durch einen praktischen Doppelständer ist das Falten wesentlich einfacher, da das Fahrrad auf jedem Untergrund sicher steht.

Da Falträder mit kleineren Rädern ausgestattet sind, lohnt es sich auf gute Radnaben und Reifen mit Leichtlaufeigenschaften zu achten. Ebenso ist es bei den Reifen sinnvoll, einen mit Pannenschutz und Reflektorstreifen zu kaufen, bzw. darauf zu achten, das das Faltrad schon damit ausgerüstet ist. Ein guter Reifen für ein Faltrad ist z. B. der Schwalbe Marathon. Wenn Sie doch mal einen platten Reifen haben, oder nur etwas Luft fehlt, ist es durchaus praktisch über eine in die Sattelstütze integrierte Luftpumpe zu verfügen. Oft ist es leider so, dass man dann auf die Federung der Sattelstütze verzichten muss.

Es bleibt also eine persönliche Entscheidung, und die Auswahl an Fahrrad Angeboten ist ja auch wirklich riesig. Ganz einfache Räder ohne Schaltung, nenne ich sie mal Campingplatzfalträder, gibt es neu schon ab 200 Euro. Ein ordentliches Faltrad mit einer wartungsarmen 7- oder 8-Gang-Nabenschaltung kostet zwischen 600 und 900 Euro. Teurer geht natürlich auch immer, wenn das Rad leichter sein soll, oder die Schaltung noch mehr Gänge hat oder von einem besonderem Fahrradhersteller sein soll. Übrigens gibt es auch Falträder mit Elektroantrieb.

Tipp: Kostenlose Checkliste zum Faltrad-Kauf

Hier finden Sie eine Checkliste zum Kauf eines Faltrads. Dort wird Ihnen unten auf der Seite auch ein PDF als kostenloser Download vom Preisvergleich Wir-Lieben-Preise zur Verfügung gestellt.

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